FANDOM


ArticlesEdit

ROBERTZ, FRANK J. (2013)
About the Relevance of Phantasy for the Genesis of School Shootings; in Böckler, Nils, et al. (eds.): School Shootings - International Research, Case Studies and Concepts for Prevention; Springer, New York. (pp. 105-129)
DOI 10.1007/978-1-4614-5526-4_5
ISBN 9781461455264

Abstract

School shooters use violent phantasies to compensate for psychosocial injuries, a perceived lack of reference figures and missing viable perspectives in their social reality. These phantasies intensify over years and become more detailed as the shooting draws closer. As the mental images become more specific, shooters often become buttressed by a distorted sense of what is just or moral, such as the need to avenge a perceived offense or the belief in a divine right to decide the fate of others. In their personal view, school shootings appear as means to gain control, a sense of masculinity, and recognition. Although they may at first hide their destructive phantasies out of fear of rejection, they increasingly feel a need to express them. They begin to leak their thoughts and plans to friends, chat rooms, and even media outlets. Distinguishing extreme violent phantasies from harmless daydreaming can enable parents, teachers, social workers, and other trusted adults to intervene months before a school shooting. These adolescents need help to build protective factors: social prospects, a pro-social self-image, and strong relationships with peers, teachers, and other adults. Strong pro-social relationships enable them to find a sense of bonding with society and also help them to find solutions for seemingly insoluble problems and to reduce their subjective need for violent compensatory phantasies.


ROBERTZ, FRANK J. (2012)
Prävention von Amok und schwerer Gewalt an Schulen; in Drewes, Stefan & Seifried, Klaus (eds.): Krisen im Schulalltag - Prävention, Management und Nachsorge; Kohlhammer, Stuttgart. (pp. 188-197)
ISBN 9783170216921


ROBERTZ, FRANK J. (2011)
Prävention von School Shootings; in Lorei, Clemens (ed.): Polizei & Psychologie; Verlag für Polizeiwissenschaft, Frankfurt/Main. (pp. 63-82)
ISBN 9783866761612


ROBERTZ, FRANK J. (2010)
Amok(-drohung); in KrisenKompass - Handbuch für Lehrer und Schulleitung zum Umgang mit schweren Krisen im Kontext Schule; Schulverlag Plus, Bern.
ISBN 9783292006011
Link

Abstract

Bei Amoktaten handelt es sich um sehr seltene, aber meist enorm folgenschwere Gewaltvorfälle. Die Nutzung des Begriffs „Amok“ erfolgt dabei häufig umgangssprachlich unpräzise und inflationär. Meist wird der etymologischen Annahme gefolgt, der Begriff stamme vom malaiischen meng-âmok ab und bedeute „in blinder Wut angreifen“. In seiner frühen Erscheinungsform galt der Amokläufer als Teil einer Gruppe von Elitekämpfern und wurde gesellschaftlich geachtet sowie gezielt eingesetzt. Später veränderte sich die Bedeutung grundlegend. „Amok“ zu laufen wurde zunächst zu einer gesellschaftlich akzeptierten Form des Suizids und wird heute als Form multipler Tötungsversuche umschrieben, die ohne Rücksicht auf das eigene Leben durchgeführt werden und „impulsiv-raptusartig“ beginnen. Genau dieser plötzliche Ausbruch trifft jedoch nicht auf die in den letzten Jahren an Schulen aufgetretenen Vorfälle zu, so dass „Amok“ streng genommen als Begriff für die schweren Gewalttaten Jugendlicher an Schulen gar nicht zutrifft. Jene schweren Gewaltdelikte an Schulen geschehen keineswegs impulsiv, sondern erst nach einer langen Phase der Planung. Während dieses Wochen, Monate oder Jahre andauernden Prozesses senden die Jugendlichen zahlreiche Signale, die rechtzeitig erkannt werden können. Im angloamerikanischen Sprachraum werden die Taten daher treffender als „School Shootings“ bezeichnet. Im Deutschen wird dieser Terminus von Fachleuten weitgehend übernommen, mitunter finden sich jedoch auch die Bezeichnungen „Schulmassaker“ oder „schwere zielgerichtete Gewalt an Schulen“.


ROBERTZ, FRANK J. / HOFFMANN, JENS & ROSHDI, KAROLINE (2009)
Winnenden und kein Ende: Ergebnisse der ersten Studie über deutsche School Shootings; in Deutsche Polizei, Vol. 58, No. 5. (pp. 16-20)
Link

Abstract

Sechs Wochen vor dem zehnten Jahrestag des Aufsehen erregenden School Shootings an der Columbine High School in Littleton (Colorado) musste Deutschland in Winnenden eine neuerliche schwerwiegende zielgerichtete Gewalttat an einer Schule erleben. Wie von führenden Sozialwissenschaftlern seit Jahren betont wird, nimmt diese spezifische Form der Gewalt kein Ende, solange nicht effektive Präventionsmaßnahmen an unseren Schulen installiert werden. Nach den USA hat Deutschland mittlerweile weltweit die meisten dieser Tötungen und Tötungsversuche durch Jugendliche an Schulen zu verzeichnen.


ROBERTZ, FRANK J. / HOFFMANN, JENS & ROSHDI, KAROLINE (2009)
Zielgerichtete schwere Gewalt und Amok an Schulen – eine empirische Studie zur Prävention schwerer Gewalttaten; in Kriminalistik, No. 4. (pp. 196-204)
Link

Abstract

Nach den USA ist Deutschland weltweit das Land mit den meisten Fällen von zielgerichteten schweren Gewalttaten an Schulen. Mit Erfurt und Winnenden geschahen die beiden Fälle von schulischen Amokläufen mit der größten Anzahl von Todesopfern überhaupt jeweils in Deutschland. Der traurigen Relevanz dieser Ereignisse stand bislang eine mangelnde wissenschaftliche Untersuchung der deutschen Fälle gegenüber. Die vorliegende Studie strebt an, dieses Manko zu beheben. Als erste ihrer Art wurden Gerichtsakten und Urteile von zielgerichteten schweren Gewalttaten an Schulen ausgewertet. Dabei konnte der Amoklauf von Winnenden wegen der zeitlichen Nähe nicht mehr berücksichtigt werden. Es zeigte sich in den Ergebnissen ein erstaunlich homogenes Bild solcher Taten – sowohl von der Tatvorlaufsphase als auch von der Psychologie der Täter her. Hieraus ergeben sich klare Implikationen für präventive Ansätze.


ROBERTZ, FRANK J. (2008)
Fantasías asesinas en los colegios; in Mente y Cerebro; No. 29. (pp. 26-31)

Abstract

Hillsborough, Nueva Carolina, agosto de 2006. Alvaro C. clava su mirada nerviosa en la cámara de vídeo, mientras expresa: "Quizá sea un loco o un monstruo, pero he intentado hacer lo correcto. ¡Lo he intentado, de veras!" Poco antes, este joven de 19 años había acabado con la vida de su padre. Alvaro concluye su perorata manifestando su intención de causar una auténtica carnicería en lo que fue su instituto. Envía la cinta al diario local. Al director del Instituto Columbine de Colorado le manda un correo electrónico para informarle también de su plan sangriento. Llegado al colegio dispara hasta ocho veces, hiriendo a dos personas. Cuando la policía interviene, Alvaro C. es detenido sin oponer resistencia.

Tres meses después, en Emsdetten, el joven de 18 años Sebastian B. distribuye un vídeo a través de Internet: "Apenas si puedo esperar el maldito momento de disparar contra el último cerdo de vosotros." Acto seguido se dirige a su anterior escuela, provisto de varias armas de fuego y bombas de fabricación casera. Una vez allí, dispara a quemarropa contra profesores y alumnos. Cuando la policía llega, Sebastian B. se encierra en un aula y se suicida.


ROBERTZ, FRANK J. / BONDÜ, REBECCA / MEIXNER, SABINE / BULL, HEIKE DELE & SCHEITHAUER, HERBERT (2008)
Schwere, zielgerichtete Schulgewalt - School Shootings und Amokläufe; in Scheithauer, Herbert, et al. (eds.): Problemverhalten und Gewalt im Jugendalter; Kohlhammer, Stuttgart. (pp. 86-98)
ISBN 9783170195073

Abstract

Ohne übertreiben zu wollen, kann festgestellt werden, dass der 26. 4. 2002 für viele mit einem traumatischen Ereignis verbunden ist. An diesem Tag wurde eine deutsche Schule zum Schauplatz einer Gewalttat extremen Ausmaßes. In Erfurt erschießt der 19-jährige ehemalige Schüler Robert Steinhäuser innerhalb weniger Stunden zwölf Lehrer, zwei Schüler und eine Verwaltungskraft des Gutenberg-Gymnasiums, einen Polizeibeamten undsich selbst. Nicht nur die hohe Zahl der Todesopfer, sondern auch die Umstände und die später bekannt werdenden Einzelheiten der Tat lösen Entsetzen aus. Wie sich herausstellt, hatte der Täter das sogenannte School Shooting über einen langen Zeitraum detailliert geplant und die hierzu benötigten Waffen, eine Pistole und eine Pumpgun, lange im Voraus beschafft.


ROBERTZ, FRANK J. (2007)
Erfurt – 5 Jahre danach; in Hoffmann, Jens & Wondrak, Isabel (eds.): Amok und zielgerichtete Gewalt an Schulen; Verlag für Polizeiwissenschaft, Frankfurt/Main. (pp. 9-24)
ISBN 9783866760110


ROBERTZ, FRANK J. (2007)
Nachahmung von Amoklagen - Über Mitläufer, Machtphantasien & Medienverantwortung; in Hoffmann, Jens & Wondrak, Isabel (eds.): Amok und zielgerichtete Gewalt an Schulen; Verlag für Polizeiwissenschaft, Frankfurt/Main. (pp. 71-86)
ISBN 9783866760110


ROBERTZ, FRANK J. (2006)
Zur Genese todbringender Phantasien – Neue Erkenntnisse zum School Shooting von Columbine; Forensische Psychiatrie und Psychotherapie, Vol. 13, No. 3. (pp. 50-72)


ROBERTZ, FRANK J. (2004)
Bei uns gibt es keinen Amoklauf...oder? - Hilfestellungen zur Vermeidung von Amokläufen; in Schulleitung und Schulentwicklung, No. 52. (pp. 1-18)


ROBERTZ, FRANK J. (2004)
School Shootings – Amokläufe durch Jugendliche an Schulen; in Deutsche Polizei, Vol. 53, No. 7. (pp. 12-15)
Link

Abstract

Am 26. April 2002 bewegte sich der 19-jährige Robert Steinhäuser, schwarz gekleidet und maskiert, systematisch durch die Etagen des Erfurter Gutenberg-Gymnasiums und erschoss dabei 12 Lehrer, zwei Schüler, eine Sekretärin und einen Polizisten. Zuletzt tötete er sich selbst. Ähnliche Nachrichten aus amerikanischen Kleinstädten, wie Littleton, Jonesboro oder Paducah, schienen bis zu diesem Zeitpunkt weit entfernt zu sein. Doch spätestens nun war klar, dass Mehrfachmorde durch Jugendliche an Schulen auch in Deutschland möglich sind. Derartige Geschehnisse sind durch singuläre Verantwortungszuschreibungen an neue Medien oder schulische Verfah-rensweisen nicht zu erklären. Der folgende Artikel gibt einen Überblick über neueste Erkenntnisse der Forschung.

BooksEdit

ROBERTZ, FRANK J. & WICKENHÄUSER, RUBEN PHILIPP (2007)
Der Riss in der Tafel - Amoklauf und schwere Gewalttaten in der Schule; Springer, Heidelberg.
ISBN 9783540716303 (1. Edition)
ISBN 9783642113093 (2. Edition, 2010)


ROBERTZ, FRANK J. (2004)
School Shootings: Über die Relevanz der Phantasie für die Begehung von Mehrfachtötungen durch Jugendliche; Verlag für Polizeiwissenschaft, Frankfurt/Main.
ISBN 9783935979412